Kapitel 7 - Was ist Behinderung nach dem SGB?

SGB IX § 2 Behinderung 
(1) Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche 
Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit 
hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem 
für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und 
daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft 
beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn 
die Beeinträchtigung zu erwarten ist. 
(2) Menschen sind im Sinne des Teils 2 schwerbehindert, 
wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 
vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen 
Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz 
im Sinne des § 73 rechtmäßig im Geltungsbereich dieses 
Gesetzbuches haben. 
(3) Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden 
sollen behinderte Menschen mit einem Grad der 
Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei 
denen die übrigen Voraussetzungen des Absatzes 2 
vorliegen, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die 
Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz im Sinne des 
§ 73 nicht erlangen oder nicht behalten können 
(gleichgestellte behinderte Menschen).

SchwbAwV § 6 Gültigkeitsdauer 
(1) Auf der Rückseite des Ausweises ist als Beginn der 
Gültigkeit des Ausweises einzutragen: 
1. in den Fällen des § 69 Abs. 1 und 4 des Neunten Buches 
Sozialgesetzbuch der Tag des Eingangs des Antrags auf 
Feststellung nach diesen Vorschriften, 
2. in den Fällen des § 69 Abs. 2 des Neunten Buches 
Sozialgesetzbuch der Tag des Eingangs des Antrags auf 
Ausstellung des Ausweises nach § 69 Abs. 5 des Neunten 
Buches Sozialgesetzbuch. 
Ist auf Antrag des schwerbehinderten Menschen nach 
Glaubhaftmachung eines besonderen Interesses 
festgestellt worden, dass die Eigenschaft als 
schwerbehinderter Mensch, ein anderer Grad der 
Behinderung oder ein oder mehrere gesundheitliche 
Merkmale bereits zu einem früheren Zeitpunkt vorgelegen 
haben, ist zusätzlich das Datum einzutragen, von dem ab die 
jeweiligen Voraussetzungen mit dem Ausweis nachgewiesen 
werden können. Ist zu einem späteren Zeitpunkt in den 
Verhältnissen, die für die Feststellung und den Inhalt des 
Ausweises maßgebend gewesen sind, eine wesentliche 
Änderung eingetreten, ist die Eintragung auf Grund der 
entsprechenden Neufeststellung zu berichtigen und 
zusätzlich das Datum einzutragen, von dem ab die jeweiligen 
Voraussetzungen mit dem Ausweis nachgewiesen werden 
können, sofern der Ausweis nicht einzuziehen ist.